Grazer Ex-Student für die Verbreitung von Infektionskrankheiten ausgezeichnet?

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Fürstenfeld – Der von der „Privatuniversität Schloß Fürstenfeld“ in der Metropole des Steirischen Thermenlandes jährlich vergebene Preis ergeht 2017 an den ex-Informatik Studenten Hans Hacker. Dem Entrepeneur droht nun wegen Verstoßes gegen das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen ein Strafverfahren.

 

Hacker war für die Entwicklung einer App ausgezeichnet worden, deren Zweck es ist, unschuldigen Kindern die Teilnahme an sogenannten „Masernpartys“ zu ermöglichen. Hacker hat inzwischen sein Geschäftsfeld um die Sparten Scharlach, Diphterie, Keuchhusten und Schweinerotlauf erweitert. Das junge Partyvolk kann sich schon demnächst an abartigem abhärten: Pest & Cholera sind in der Pipeline und werden bald das Angebot komplettieren. Infektionsparties für schwere hämorrhagische Fieber wie Marburg oder Ebola sind auch schon angedacht.

Die Staatsanwaltschaft Fürstenfeld erwägt in diesem Zusammenhang eine Anklage wegen Verstoßes gegen das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen. Eine Erwägung, die Staatsanwalt Ewald Ehrenberger dem Tagblatt gegenüber als „weit fortgeschritten“ bezeichnete.

 

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Wie erst heute weiteren Kreisen bekannt wurde, hat Hans Hacker für sein Startup auch nicht unbeträchtliche Fördermittel sowohl vom Land Steiermark als auch aus Bundesmitteln erhalten. Außerdem wurde ihm das auch H.C. Strache umgehängte große goldene Ehrenzeichen mit dem Stern verliehen. Der Jungunternehmer, der seinen Firmensitz vor kurzem auf die Cayman Inseln verlegt hat, war zu keiner Stellungnahme für NOT bereit.

Zur Stunde ist unser Korrespondent für Nord und Mittelamerika zum Zwecke näherer Recherchen auf dem Weg in die Caymanische Hauptstadt George Town.