PewDiePie neuer Spindoktor der SPÖ

Brighton – Einen Coup der besonderen Art landete gestern SPÖ-Clubobmann Andreas Schieder. Es gelang ihm nach zähen Verhandlungen um die Gage den Webvideoproduzenten als Berater für die Phase des Intensivwahlkampfs zu gewinnen. Der Schwede ersetzt in dieser Funktion den versickerten Tal Silberstein.

Hinter dem Pseudonym PewDiePie steckt der oft als „Youtube-König“ titulierte Studienabbrecher Felix Arvid Ulf Kjellberg. Der professionelle Kasperl Kjellberg mag dem Außenstehenden kaum bekannt sein, nichtsdestotrotz ist er ein internationaler Superstar der auf dem Videoportal einige Rekorde hält:

Meistabonnierter YouTube-Kanal (seit dem 20. Januar 2014)

Erstmals 10 Milliarden Videoabrufe (8. September 2015)

Erster YouTube-Kanal mit mehr als 50.000.000 Abonnenten (8. Dezember 2016)

Bild: Wikimedia Commons

PewDiePie hat das Kunststück zuwege gebracht, mit sogenannten „Let’s Play Videos“ eine Jahresgage von derzeit kolportierten Zwölf (12!) Millionen Euro zu erzielen. Er besetzt dabei vornehmlich das Spielgenre Survival Horror, was von seinen Jüngern als besonders witzig empfunden wird, da Kjellberg als besonders schreckhaft gilt.

Andreas Schieder äußerte sich dazu nach seiner morgendlichen Rückkehr aus England, wo PewDiePie derzeit Hof hält.

NOT: Herr Schieder, was verspricht sich die Sozialdemokratie von der Verpflichtung des Herrn PewDiePie?

Schieder: Schauen Sie, in der Intensivphase des Wahlkampfs wollen wir versuchen, nicht nur die Unentschlossenen, sondern auch die geistig etwas schwächer bemittelten Menschen in diesem Land zu erreichen. PewDiePie scheint diesbezüglich unsere Anforderungen zu erfüllen.

NOT: Inwiefern?

Schieder: Der Nutzen von jemandem, dem es gelungen ist, mit absolut sinnbefreiten Filmchen ein solch exorbtiant hohes Einkommen zu erzielen, ist für die SPÖ in ihrer derzeitigen Lage nicht hoch genug zu bewerten. Wer Nonsens so erfolgreich transportieren kann, wird auch die SPÖ voranbringen, daran besteht kein Zweifel.